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AfD-Bundestagsfraktion
Landesgruppe Bayern
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Kostenexplosion im Beamtentum ist sozialer Sprengstoff
Gerrit Huy MdB

Gerrit Huy MdB

Wahlkreis: 225 - Weilheim

Mitgliedschaft: Ausschuss für Arbeit und Soziales

Stellv. Mitgliedschaft: Finanzen

Berlin, 22. Juni 2026. Trotz einer Rekordbelastung der arbeitenden Bevölkerung durch Steuern und Abgaben ist die Kluft zwischen den Privilegien des Staatsdienstes und der normalen Arbeitnehmerschaft auf ein historisches Hoch angewachsen. Während aktive Beamte im Schnitt rund 71.000 Euro brutto im Jahr verdienen, liegt das mittlere Einkommen (Median) normaler Vollzeitkräfte bei lediglich 54.066 Euro. Parallel explodierten die jährlichen Gesamtkosten für das Beamtentum auf rund 242,4 Milliarden Euro – bei einer gleichzeitig tickenden Pensionsbombe durch unterlassene Rücklagen von über 38 Milliarden Euro jährlich.
Laut Berechnungen der Stiftung Marktwirtschaft und aktuellen Medienberichten zu den verdeckten Kosten des deutschen Beamtentums verschweigt der Staat gigantische implizite Schuldenberge für die Altersversorgung. Um die Pensionslasten der Zukunft abzusichern, müssten jährlich rund 38,6 Milliarden Euro an echten Rücklagen gebildet werden – was faktisch jedoch unterbleibt, während pensionierte Beamte im Durchschnitt bereits 3.416 Euro Ruhegehalt im Monat beziehen.
Dazu erklärt die AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy:

„Die Berichte bestätigen unsere fundamentale Kritik: Die unkontrollierte Kostenexplosion im Beamtentum ist sozialer Sprengstoff und gefährdet die langfristige Stabilität unserer Staatsfinanzen. Während das Rentenniveau für die arbeitende Bevölkerung jahrelang systematisch gesenkt wurde und der Bundeskanzler dies indirekt über ein höheres Renteneintrittsalter weiter fortsetzen will, gönnt sich der Staat einen überprivilegierten Apparat auf Kosten der Steuerzahler.
Beamte erhalten im Ruhestand Pensionen von im Schnitt über 3.400 Euro brutto im Monat – und das, ohne im Laufe ihres Erwerbslebens jemals einen eigenen Beitrag in ein Versorgungssystem eingezahlt zu haben. Gleichzeitig muss in Deutschland jede fünfte Person im Ruhestand ab 65 Jahren mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von maximal 1.400 Euro im Monat auskommen. Diese krasse Schieflage ist den Millionen hart arbeitenden Angestellten, die im Median gerade einmal 54.066 Euro brutto im Jahr verdienen, nicht mehr vermittelbar.
Die Analysen der Stiftung Marktwirtschaft zeigen zudem die verheerende Haushaltsillusion auf: Weil der Staat die astronomischen Pensionszusagen nicht mit echtem Kapital hinterlegt, schiebt er eine verdeckte Schuldenwelle im Billionenbereich vor sich her. Jährlich unterlässt er notwendige Rückstellungen in Höhe von über 38 Milliarden Euro, um die heutigen Haushaltsbilanzen künstlich schönzurechnen. Das ist eine schwere Last für die kommenden Generationen.
Die AfD-Bundestagsfraktion fordert eine grundlegende Reform der Alterssicherung und die schrittweise Überführung neuer Beamter und Politiker in das staatliche Rentensystem. Nur so können wir das ungerechte Zwei-Klassen-System beenden, das Rentenniveau der gesetzlichen Rente stabilisieren und die arbeitende Mitte dieses Landes nachhaltig entlasten.“

Der Beitrag Kostenexplosion im Beamtentum ist sozialer Sprengstoff erschien zuerst auf AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag.


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